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Nandu-Portrait

Die grossen Laufvögel:

Nandu, Emu und Strauss

Nandus sind grosse Laufvögel aus Südamerika. Sie bewohnen dort das offene Grasland. Die Tiere werden etwa 1,40 m - 160 m hoch und wiegen dann 20 - 25 kg und manchmal noch mehr. Es sind wehrhafte Vögel, die in Gruppen zusammenleben, in ihrer Heimat nicht selten vergesellschaftet mit Säugetieren wie Guanakos und Vikunjas. Überraschenderweise kommt ein kleiner Bestand mittlerweile auch in Europa freilebend vor und zwar in Nordwestmecklenburg.

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Nandus sind sehr gute Läufer, die es durchaus auf bis zu 60 km/h bringen. Der Nandu ist nicht nur sehr schnell, sondern kann auf der Flucht erstaunliche Haken schlagen: je nachdem, welchen Flügel er zur Hilfe nimmt, kann er ganz plötzlich einen anderen Kurs einschlagen.
Aber Nandus sind keine Feiglinge und können kleineren Räubern (und auch Menschen!) ziemlich zusetzen: Den Kopf in Angriffsstellung heruntergezogen und das Federkleid extrem gesträubt können sie den Angreifer sehr ausdauernd verfolgen. Allerdings wehren sie sich mit dem Schnabel, was sie wesentlich harmloser macht, als es Strauss und Emu sind, die mit den Beinen Schläge austeilen, die angeblich einem Löwen das Rückrat brechen können!
Nandus haben ein grau-braunes Federkleid, das sie hervorragend tarnt; wenn der Hahn (s. unter Brutverhalten) auf dem Gelege sitzt, sieht er aus, wie ein grosser Stein oder ein Erdhaufen.

Brutverhalten:
Bei der imposanten Balz versuchen die Männchen den Weibchen zu gefallen, indem sie ihre für flugunfähige Vögel recht grossen Flügel geradezu grotest abspreizen und sich dadurch stark vergrössern.

Wenn die Trockenzeit in ihrer südamerikanischen Heimat zuende ist, errichten die Hähne ihre Nester. Eigentlich kann man von Nestern kaum sprechen, denn sie scharren nur eine nachlässige Mulde in den Boden; einige geben sich etwas mehr Mühe und türmen Zweige, Halme und Blätter um das Nest herum auf.

Wenn die Männchen die zukünftige Kinderstube eingerichtet haben, machen sie mit einem tiefen Balzruf auf sich aufmerksam. Das ist nach der Beobachtung des Verfassers ein sonores tiefes Trompeten oder Brummen, wie aus einer Tuba. Der Ruf dauert etwa 1 - 2 Sekunden. Die angelockten Hennen werden begattet und legen dem Männchen die Eier ins Nest, kümmern sich aber ansonsten nicht weiter ums Brutgeschäft.

Es scheint so zu sein, dass nicht nur verschiedene Hennen ihre Eier in ein und dieselbe Nestmulde legen, sondern es können wohl auch einem Hahn Eier untergeschoben werden, die gar nicht von ihm befruchtet worden sind. Allerdings ist dem Verfasser nicht bekannt, ob man diese Beobachtung schon mal durch DNA-Tests verifiziert hat (was ja eigentlich kein Problem sein kann).
In Menschenobhut kann man zu dem Thema kaum gesicherte Beobachtungen machen, da zur Brutzeit in den - immer zu engen - Gehegen nur jeweils ein Männchen mit einem oder mehreren Weibchen gehalten wird.
In jedem Fall aber überlassen die Weibchen den Männchen nach der Eiablage die gesamte weitere Arbeit.

Nach rund 40 Tagen schlüpfen oft bis zu 20 Jungvögel, die als sog. Nestflüchter das Nest sofort verlassen. Die Jungtiere können zwar eigentlich sofort selbstständig fressen, werden aber vom führenden Altvogel auf besondere Leckerbissen hingewiesen.

Nahrung:
Die grossen Vögel sind ganz überwiegend Vegetarier, aber eben nur überwiegend: Jeder Nandu-Züchter weiss, dass die Jungen nicht gedeihen, wenn sie vor allem in den ersten Lebenstagen nicht genügend proteinhaltige Nahrung aufnehmen können: Insekten, Würmer, Eidechsen u.ä. Diese Erfahrung aus der Vermehrung in Menschenobhut kann auch bei der Freiland-Beobachtung bestätigt werden.
Wenn die kleinen Nandus dann aus dem Gröbsten heraus sind, kommen sie allerdings fast vollständig mit pflanzlicher Nahrung aus.

Stellung im Tierreich:
Verwandtschaftlich zählt man sie derzeit zusammen mit den Straussen Afrikas und den Emus Australiens in die Ordnung der Laufvögel. Weitere wissenschaftliche Untersuchungen (DNA) könnten in dieser Beziehung allerdings noch Überraschungen bergen; die ob
erflächliche Ähnlichkeit kann auch das Ergebnis einer konvergenten Evolution sein: Viele Tier- und Pflanzenarten entwickeln äusserliche Ähnlichkeiten auch ohne miteinander verwandt zu sein, wenn die Lebensbedingungen ähnlich sind.

Neben dem häufig gehaltenen und nachgezüchteten Grossen Nandu (Rhea americana) gehört zu dieser Familie noch der Darwin-Nandu.(Pterocnemia pennata), der selten in Menschenobhut zu sehen ist. Er ist deutlich kleiner, hat ein interessant geperltes Gefieder und bewohnt in seiner südamerikanischen Heimat die bergigen Regionen, die der gemeine Nandu meidet.

Haltung in Menschenobhut:
Nandus werden regelmässig in den Tiergärten gehalten. Sie sind wesentlich verträglicher als Emus und viel leichter zu halten, als Strausse. Ihre Nachzucht in Menschenobhut gelingt leicht und sie kommen ausgezeichnet mit unserem Klima zurecht.

Im Nordwesten von Mecklenburg-Vorpommern lebt die Art mittlerweile sogar in freier Wildbahn: Im Jahre 2000 ist eine Gruppe von Nandus aus einem Zuchtgehege in Schleswig-Holstein entwichen und vermehrt sich seitdem prachtvoll.

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